Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele?

Neu: die shortcuts

von Be Mindful Berlin

kleine kurze Achtsamkeits-Impulse

Wenn der Sturm das Meer meines Lebens aufwühlt und mich vor sich her peitscht

 

Wenn der Sturm das Meer meines Lebens aufwühlt und mich vor sich her peitscht, dann habe ich alle Hände voll zu tun. Segel setzen, Segel reffen, koordinieren, das Steuer fixieren oder lösen, je nach Windrichtung, Windstärke, Wellengang und Strömung. Ich bin voll konzentriert auf die Vorgänge und habe keine Sekunde, um gedanklich abzuschweifen. Es macht mir Spaß, ich fühle mich gefordert und weiß, ich werde mental wachsen, wenn ich diese Situation meistere. 

 

 

Doch, wenn der Sturm später nachlässt und plötzlich sogar Flaute herrscht, sitze ich auf Deck und vermisse die Herausforderung, so sehr ich sie manchmal verflucht habe in der Zeit der An- oder gar Überforderung. 

 

Ich fange an, zu denken, nach zu denken. Und es kommt mir vor, als würde mich mein Hirn mit all den Gedanken zuschütten, für die ich während des Sturmes keine Zeit hatte.

 

Ich müsste das Schiff wieder fit machen für das nächste Unwetter, was so sicher kommt wie der Sonnenuntergang. Ich müsste, ich müsste... es gäbe viel zu tun. Stattdessen sitze ich an Deck in der Sonne und... 

 

STOP!

Unwetter

Jeder Hochleistungs-Sportler hat Zeiten der Rekonvaleszenz in seinem Trainingsplan. Es geht nicht ohne! 

Mein unruhiges "Affenhirn" springt von einem Gedanken zum Nächsten, macht mir ein richtig schlechtes Gewissen, ich wäre doch nur faul, und was ihm noch so einfällt an Gemeinheiten.

 

Aber: nach jedem bildlichen Sturm im Leben brauchen wir Zeit. Zeit zum Luftholen, Zeit zum Vertrödeln, Zeit zum Langweilen, Zeit zum Nichtstun!

Denn das ist Zeit zum VERARBEITEN DES ERLEBTEN!

Wir gönnen sie uns zu selten, sondern erledigen dann "schnell" alles, was während des Sturmes so liegengeblieben ist, schrubben das Deck und wienern die Messing-Beschläge.

Weil es ja gemacht werden muss.

Redet und das Hirn ein.

Doch wann tanken wir dann Kraft für den nächsten Sturm? Körperliche Kraft, um uns mit dem Wind zu messen, und mentale Kraft, um unseren Lebensmut nicht zu verlieren? 



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Kommentare: 2
  • #1

    Birgit Huntemann (Montag, 17 Juli 2017 09:27)

    Wunderschön geschrieben und es passt wie die Faust �� auf Auge . Sehr gut �

  • #2

    Dagmar Butowski (Montag, 17 Juli 2017 09:43)

    Vielen Dank, liebe Birgit!

    Es wird in Zukunft mehr von diesen kurzen Texten geben. Ich habe entschieden, mich vom SEO-Diktat der langen Texte zu lösen und lieber Wert auf den Inhalt zu legen :)
    Schau also gerne wieder mal vorbei!
    Liebe Grüße, Dagmar


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